Frühbehandlung
Solange Wachstum noch lenkbar ist.
Ab vier Jahren können wir den Grundstein für eine gesunde Entwicklung von Zähnen, Kiefer und Körper legen — mit einfachen Übungen statt mit großer Apparatur.
Woher es kommt
Gewohnheiten formen Knochen
Kiefer- und Zahnfehlstellungen entstehen oft nicht von selbst, sondern durch etwas, das ein Kind täglich tut. In der Fachsprache heißen diese Angewohnheiten Habits. Dazu zählen Lippenpressen, dauerhaftes Atmen durch den Mund sowie bestimmte Saug-, Lutsch- und Schluckmuster.
Weil der Kieferknochen im Wachstumsalter formbar ist, wirken solche Kräfte über Jahre wie eine sanfte, aber unermüdliche Spange — nur in die falsche Richtung. Je früher man das bemerkt, desto einfacher lässt es sich auflösen.
Umgekehrt gilt: Wird eine Fehlstellung erst im Jugendalter behandelt, ist die Therapie meist umfangreicher und dauert länger. Deshalb schauen wir schon ab vier Jahren hin.
Myofunktionelle Therapie
Erst die Funktion, dann die Stellung
Die Muskulatur formt den Knochen. Liegt die Zunge falsch oder ist die Lippe zu schwach, drückt sie die Zähne täglich in die falsche Richtung — auch gegen eine eingesetzte Spange.
Deshalb trainieren wir die Funktion mit, nicht nur die Stellung. Mit einfachen Übungen für Zunge und Lippe und mit sanften Behandlungsgeräten gewöhnen wir Ihr Kind an die Nasenatmung und an ein regelrechtes Schluckmuster.
Wo es sinnvoll ist, binden wir dafür Logopädie oder Osteopathie ein. Mehr dazu steht in unserem Konzept.
Trainer-Behandlung
Myobrace® und ähnliche Geräte
Weiche, vorgefertigte Trainer werden nur wenige Stunden am Tag und zusätzlich nachts getragen. Sie halten die Zunge an der richtigen Stelle, schließen die Lippen und unterstützen die Nasenatmung.
Die Behandlung lebt vom Mitmachen: Zum Trainer gehört ein tägliches Übungsprogramm. Wir zeigen es Ihrem Kind, üben es gemeinsam ein und begleiten Sie über die gesamte Zeit. Ohne die Übungen wirkt der Trainer nur halb.
Wann zu uns
Woran Eltern es merken
Kommen Sie gern zur Einschätzung, wenn Ihnen eines davon auffällt:
- Ihr Kind atmet häufig durch den Mund, auch im Schlaf.
- Der Mund steht in Ruhe offen, die Lippen schließen nicht von selbst.
- Daumenlutschen oder Schnuller über das vierte Lebensjahr hinaus.
- Die Zunge liegt beim Schlucken zwischen den Zähnen.
- Die Zähne stehen sehr eng, oder die Schneidezähne beißen nicht aufeinander.
- Schnarchen oder unruhiger Schlaf.
Das ist keine Diagnose — nur ein Anlass, einmal nachsehen zu lassen.
Lernen Sie uns kennen.
Sagen Sie uns in drei Schritten, worum es geht und wann Sie erreichbar sind. Wir rufen zurück und finden gemeinsam einen Termin.